Weihnachten
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| Die Krippe in der Pfarrkirche Heroldsbach |
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An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu Christi in Bethlehem. Doch das Fest begnügt sich nicht mit der Erinnerung an etwas Vergangenes, sondern es feiert unser eigenes Leben. Papst Leo drückt das so aus: Da wir in Ehrfurcht das Erscheinen unseres Erlösers begehen, zeigt es sich, daß wir unseren eigenen Anfang feiern.In einer Weihnachtspredigt sagte der heilige Augustinus: Gott ist Mensch geworden, um den Menschen zu vergöttlichen. Wenn Gott selbst kommt und uns vergöttlicht, dann ist unsere Ahnung erfüllt worden, daß es doch eine Liebe geben muß, die keine Grenzen kennt, daß es doch eine Heimat geben muß, in der wir für immer daheim sein können, daß doch das Licht endgültig alle Dunkelheit und Kälte vertreiben wird. - An Weihnachten feiern wir die Erfüllung unserer Sehnsüchte.
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| Weihnachtlich geschmückte Pfarrkirche |
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Ohne dieses Fest würden wir das göttliche Leben in uns übersehen. - Wir brauchen viele Symbole, um gegen die Macht der Fakten an das Geheimnis zu glauben, daß Gott in unsere Welt gekommen ist. Wir stellen Christbäume auf, zünden Kerzen an, wir singen Weihnachtslieder - besingen das göttliche Kind in der Krippe, um in uns selbst die Möglichkeit eines Kindes zu entfalten: das Spontane und Unverfälschte, die Lebendigkeit und Echtheit, das Unverbrauchte und Unverdorbene. Wir feiern an Weihnachten die Geburt Gottes in uns. Angelus Silesius hat das mit den bekannten Worten ausgedrückt: "Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in Dir, Du bleibst doch ewiglich verloren."
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| Die Krippe vor dem Altar |
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Wir dürfen die Gottesgeburt jedoch nicht mißverstehen, so als ob wir über Gott verfügen könnten. C.G. Jung sagt, der Mensch soll immer wissen, daß er nur der Stall ist, in dem Gott geboren wird - und in diesem Stall liegen auch Mist und Unrat. Wir sind nicht ein Palast, der für die Aufnahme Gottes bereit ist. Es ist nicht unser Verdienst, daß Gott in uns ist. Wir wurden von Gott gewürdigt, daß er trotzdem in uns wohnen will. - Und wir brauchen die Feier von Weihnachten, um daran glauben zu können. (Anselm Grün)Treuer Immanuel, werd' auch in mir nun geboren. Komm doch, mein Heiland, denn ohne Dich bin ich verloren. Wohne in mir, mache mich eins nun mit Dir, der mich zum Leben erkoren.
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