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Gedanken zum Heiligen Grab in der Pfarrkirche
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| Das heilige Grab im rechten Seitenaltar der Pfarrkirche |
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Der rechte Seitenaltar unserer Pfarrkirche birgt in seinem unteren Teil ein Kleinod, das nur derjenige zu Gesicht bekommt, der am Karsamstag, an dem kein Gottesdienst stattfindet, der Pfarrkirche einen Besuch abstattet. Es ist ein sogenanntes Heiliges Grab, das zum Vorschein kommt, wenn die bemalte Vorsatztafel (Antependium) unter dem Altartisch entfernt wird. Historisch gesehen bilden diese Nachbauten des Heiligen Grabes die älteste künstlerisch gestaltete Aufnahme des Themas. Jerusalempilger bauten sie nach ihrer glücklichen Heimkehr in Erinnerung an ihre Pilgerreise oder zur Unterbringung von mitgebrachten Reliquien. Neben dem Geburts- und dem Hinrichtungsort hat keine Stelle im Heiligen Land die Christen mehr fasziniert als das reale Grab Jesu. Es ist der Ort, an dem sich das zentrale und alles entscheidende Geschehen um Jesus ereignet hat: die Auferstehung. Die älteste erhaltene Heilig-Grab-Kirche Deutschlands ist die Michaelskapelle in Fulda , die 822 geweiht wurde. Heute sieht man das Heilige Grab nicht mehr in vielen Kirchen. Die Aufklärung hat ganze Arbeit geleistet. In einem älteren Gesangbuch des Bistums Berlin (1940) heißt es:" Während der Zeit der Grabesruhe des Herrn finden sich die Gläubigen am heiligen Grabe ein, um sich in stiller Betrachtung in das Geheimnis des Erlöserleidens zu versenken, dem Herrn für seine erbarmende Liebe zu danken und von ihm die Früchte der Erösung zu erflehen."
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