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| Christkönigs-Statue in Heroldsbach/Thurn |
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Christus unser König
Zwischen den Weihern östlich der Schloßstraße steht etwas unauffällig eine Christkönig-Statue. Sie wurde im Jahre 1933 von Menschen dort aufgestellt, die damit vor aller Welt bekennen wollten, daß für sie Christus allein der wahre König ist. Das war gerade in jenem Jahr ein mutiges Bekenntnis, denn die Nazis hatten begonnen, ihr „tausendjähriges-Reich" aufzubauen, ein Reich in dem neben dem „Führer" keine Autorität geduldet wurde, auch Gott nicht. - Was letztlich dabei herauskam, wissen wir alle. Deutschland mußte für diesen Größenwahn hart büßen.
Wenn die Kirche am Sonntag vor dem ersten Adventssonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, das Christkönigsfest feiert, will sie uns zeigen, wer der wahre König der Welt ist. Vor allem der Evangelist Johannes hat Christus als den bezeichnet, der vom Kreuz herab über die Welt herrscht. Das scheint ein Paradox zu sein, da er doch hilflos am Kreuz hängt. Doch am Kreuz hat Christus den eigentlichen Feind unserer Seele besiegt, den Tod und das Böse.
Indem wir Christus als König feiern, werden wir daran erinnert, daß wir selbst königliche Menschen sind. Wir sind wie Christus dazu geboren, über unsere Feinde und über uns selbst zu herrschen, anstatt uns von fremden Tyrannen beherrschen zu lassen, von unseren Trieben, Wünschen und Begierden oder von anderen Menschen. Und indem wir Christus als unseren König feiern, sollen wir die eigene königliche Gestalt in uns ausformen. Wir sollen spüren, was es heißt, unabhängig zu sein, echt, frei, eben ein König, voller Würde, weil wir teilhaben an der Königsherrschaft Christi. - Wenn Christus in uns herrscht, dann werden wir frei, dann finden wir zu unserem königlichen Selbst.Gelobt seist Du, Herr Jesu Christ, ein König aller Ehren; Dein Reich ohn' alle Grenzen ist, ohn' Ende wird es währen. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
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