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Faten
Mukarker
Beit-
Jala/Bethlehem
Sararstrs.21
Palaestina
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In Palaestina 00972547532171
Email:
faten_mukarker@hotmail.com
Palästina, Bethlehem 9.
November 2009
Liebe Freunde in der
Ferne. Die Bilder die uns aus Berlin in Palästina
erreichten, haben uns eine ungehörige Kraft und Hoffnung
gegeben. Die Botschaft, die bei uns ankam: "Mauern fallen
- sie bleiben nicht stehen für die Ewigkeit". Doch was wenn sie
noch Jahrzehnte steht und erst fällt wenn ich meine Ewigkeit
schon erreicht habe? Nein, ich kann nicht warten, ich
will kämpfen gegen diese Mauer, die uns Palästinenser
voneinander trennt, die uns unser Land und unsere natürlichen
Wasserquellen nimmt. Ich muss kämpfen gegen die Mauer die mich
von meinen israelischen Freunden trennt, die wie ich in einem
Miteinander und nicht in einem Gegeneinander leben möchten. Waren
die Deutschen und die Franzosen nicht Erzfeinde? Sind sie sich
nicht durch Begegnungen näher gekommen? Wie sollen wir je mit dem
jüdischen Volk Versöhnung erreichen, wenn seit Jahren
keine Israeli zu uns kommen darf. Unser Jugend hat das menschliche
Gesicht von Israelis vergessen. Ein Israeli ist ein Soldat ein
Besatzer. Die Jugend in Israel sieht in den Palästinensern nur
Menschen, die sie hassen.
Was für eine traurige Zukunft für
das Heilige Land. Für viele Menschen in Palästina ist
Jerusalem unerreichbar geworden. In der jüdischen Tradition
sagte man sich mit einem Spruch Auf Wiedersehen : "Nächstes
Jahr in Jerusalem" Diesen Satz hat man uns
jetzt vererbt. Zwei Begriffe sind aus der deutschen
Sprache verschwunden: "Jenseits und Diesseits der Mauer" Ich
hoffe, dass es mit unserer Mauer díe letzte ist, die in dieser
Welt gebaut wird. Und wir diese beiden Begriffe nie wieder
einem anderen Volk vererben werden.
Eine jüdische
Freundin sagte mir einmal mit Blick auf die Mauer. "Ich
glaube wir haben nichts gelernt oder haben wir vielleicht doch gut
gelernt" Die Freude in den Augen der Menschen als sie oben
auf der Berliner Mauer tanzten, und sich gegenseitig hochzogen.
steckte mich an. Ich stellte mir vor wie es bei uns wäre, wenn
dieser Tag kommen würde. Ich weiß, ihr werdet sagen, eure
Mauer ist aber neuen Meter hoch, nie man kann sich dort hochhieven,
geschweige denn tanzen. Doch vergesst nicht, daß die Hoffnung
Flügel wachsen läßt.
Salam Faten Mukarker
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